
新疆安装了4万余只监控摄像头
(据美联社)造成近200人死亡的"新疆7.5事件"周年纪念前夕,中国政府在当地加强了安全措施。当地官员表示,安全部门在公共场所安装了4万余只监控摄像头。这一加强监控的措施是上月开始的对暴力活动实施"严打"活动的一部分。为保证这一活动进展顺利,新疆保安系统新近招收了大约5000名职业警官。
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亲爱的读者朋友们,
这篇报道是2010年7月2日发表在德国之声中文网上面的一篇西方媒体关于中国政府监控的报道。读完以后您有什么想法?这篇文章与其相关而连续的报道思路如出一辙,透露出这样一个信息,那就是中国政府加强对“人民”的监督而安装了大量的监视摄像机。不然,它为什么报道大量监视摄像机的事?从新闻学角度来讲,一件普通而平凡的事如果对别人没有任何意义,也就不具备新闻价值了。
北京市在大约22年前开始在少量交通要道安装监视摄像机,现在市内的监视摄像机已经多于22年前了。这本来是为了交通安全和打击犯罪采取的正常行为,是无可非议的。政府在新疆采取的安装监视摄像机也是为了同样的目的,但是到了西方媒体嘴里就变了味了。
目前,生活在英国的人都知道,伦敦安装了大约50多万个监视摄像机。在只有6千万人口的英国,仅仅官方部门在街道、火车站和商业中心安装的监视摄像机就达到了450 万 台 [南德意志报Sueddeutsche 2008],这里还没有统计个人和企业安装的监视摄像机数目。如果估算个人和企业安装的监视摄像机三倍于此的数量,那么英国平均每三个人就头顶一台监视摄像机。
监视摄像机的威慑震慑作用是十分明显的。伦敦在地铁车站安装了监视摄像机后,地铁站的刑事犯罪率大幅度下降,几乎到了消灭地铁站犯罪的程度。笔者2008年在英国旅游期间偶然看到当地报纸报道几个英国青年在地铁车厢里欺负虐待一个女青年的报道 (地铁车厢还没有安装监视摄像机),结果被地铁站的摄像机识别而被抓获。
德国的犯罪率和恐怖分子的活动不如英国那样猖狂,但也有增加的趋势。所以朝野上下都在热议尽快增加监视摄像机。全德国人民的大多数人已经明确表示支持政府安装监视摄像机 [明镜周刊 Spiegel 2006]。德国目前最大的问题不是德国政府和人民要不要安装监视摄像机的事,而是什么时候才有钱开始安装的问题。
中国与西方国家相比,安装监视摄像机的开始时间最晚,安装的数量最少。为了保证人民的生命财产安全,有效打击刑事犯罪和恐怖主义,我们建议中国政府应该加大力度,加速在所有城市安装监视摄像机的步伐。
当然,这不是给人民以安全感的全部措施,但是是必不可少的有效措施。
德国博网评论员马博士
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2010年7月5日,在我写了这篇评论之后,有读者跟帖,说“造谣生事的能力真强”,不知是指西方记者还是指本人作为这篇文章作者。可能是不相信本文作者吧。我,马博士,只好找到德文原文和网络链接,附在后面。懂德语的人可以看到,西方自己对英国监视摄像机的报道。
Die toten Augen von London
Knapp 4,5 Millionen Kameras sind in den Straßen, Bahnhöfen und Einkaufszentren Großbritanniens montiert. Scotland Yard nennt die Video-Überwachung jetzt ein Fiasko.
Wenn es um die Sicherheit geht, heiligt der Zweck die Mittel. Über den Grundsatz war man sich im von Terrorismus und Gewaltkriminalität geplagten Großbritannien bisher einig. So erklärt sich, dass die Briten, die sonst Personalausweise als Dokumente staatlicher Kontrolle schmähen, in Umfragen stets gutheißen, auf Schritt und Tritt überwacht zu werden. Knapp 4,5 Millionen Kameras, eine auf 13 Bürger, sind in den Straßen, Bahnhöfen und Einkaufszentren der Insel montiert. Seit Anfang der neunziger Jahre schraubt man die Geräte an jeden freien Laternenpfahl, die Polizei will damit mehr Verbrechen aufklären und Personalkosten senken. Augenwischerei, wie nicht nur der Guardian am Mittwoch resümierte, denn: "Big Brother is not watching."
Knapp 4,5 Millionen Kameras sind in den Straßen, Bahnhöfen und Einkaufszentren Englands montiert. Aber die Polizei ist mit der Überwachung völlig überfordert. (© Foto: dpa)
Der britische Steuerzahler, der seit Jahren Milliarden in die eigene Überwachung investiert, hat nun erfahren dürfen, dass diese "ein völliges Fiasko" sei. Das sagte Mike Neville, der bei Scotland Yard für die Videoüberwachung zuständig ist, jetzt bei einer Sicherheitskonferenz in London. Der Beitrag zur Aufklärung von Verbrechen sei minimal; in der britischen Hauptstadt, der bestüberwachten Metropole Europas, würden nur drei Prozent aller Diebstähle auf offener Straße per Video aufgeklärt. Kriminelle hätten den Respekt vor der Überwachung verloren, die Polizei ertrinke in einer Bilderflut, es fehle an ausgebildeten Beamten für die Sichtung. Allein in London wird ein Passant, der sich einen Tag in der Stadt aufhält, im Schnitt 300 Mal vom Kamerasystem CCTV (Closed Circuit Television) erfasst.
Tatsächlich räumen auch Sicherheitsfirmen mangelnde Effizienz dabei ein. Ein typisches Stadtzentrum in England verfügt über mehr als 200 Kameras, die in eine Leitstelle mit drei bis vier Angestellten pro Schicht senden. Von jeder Stunde Material könne das Personal nur eine Minute durchsehen, sagte etwa Chris Boyce von Camwatch dem Guardian. Veraltete VHS-Geräte, flackernde Bildschirme - die Sichtung der Aufzeichnungen sei unbestritten eine enervierende und extrem langweilige Arbeit, erklärte der Kriminologe Ken Pease vom University College London der BBC. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass man dabei "immer mehr abstumpft". Zudem bekämen die Sicherheitsleute kaum Feedback. Wirklich relevant, so Pease, sei ja nur ein Bruchteil des Materials. Das allerdings hilft dann bei der Aufklärung von Großfällen wie den Bombenanschlägen auf die Londoner U-Bahn im Juli 2005 oder dem spektakulären Millionen-Raub aus dem Gelddepot der Sicherheitsfirma Securitas Cash Management in Kent im Februar 2006.
Auf Kameras verzichten will Großbritannien daher nicht. Das wäre wohl zu viel verlangt in einem Land, in dem Experten ständig technische Neuerungen zum Thema vorschlagen. Erst 2007 testete die Polizei sogenannte Drohnen - Kameras auf Mini-Helikoptern, die aus 500 Metern Höhe scharfe Bilder in eine Virtual-Reality-Brille der Beamten senden. Und so zielte Scotland-Yard-Mann Neville mit seiner Kritik lediglich auf eine Verbesserung des Systems. Er kündigte den Aufbau einer Datenbank an, die Austausch und Abgleich von Bildern und Informationen erleichtern soll. Auch im Internet solle verstärkt mit Bildern nach Verbrechern gefahndet, Beamte besser geschult werden.
Tests sollen ergeben haben, dass die Aufklärungsquote per Video so bis auf 20 Prozent zu steigern sei. Ob das stimmt, bleibt abzuwarten. Bis dahin werden sich die Sicherheitsleute in den Leitstellen weiter langweilen dürfen und Big Brother spielen, der ob der verwirrenden Bilderflut irgendwann wegdöst.
